In der Gefahrenlehre lernst du, wie du potenzielle Gefahren im Straßenverkehr erkennst und vermeidest. Du erwirbst das Wissen, um vorausschauend zu fahren und auf unterschiedliche Verkehrssituationen sowie äußere Einflüsse richtig zu reagieren, um deine eigene Sicherheit und die anderer zu gewährleisten.
Die typischen Fallen, an denen die meisten in der Prüfung scheitern. Jeder führt zum passenden Lernfeld.
Fahrtüchtigkeit: Rausch, Pillen und Mythen
Der gefährlichste Irrtum ist der Glaube an „Wundermittel“ zur Ausnüchterung: Weder zwei Tassen Kaffee, noch eine halbe Stunde Schlaf oder ein Spaziergang stellen deine Fahrtüchtigkeit wieder her. Viele unterschätzen zudem, dass schon der einmalige Konsum von Drogen wie Haschisch oder Marihuana dich sofort fahruntauglich macht, es gibt hier keinen „Freischuss“.
Gefahren durch Technik und falsches Verhalten
Bei Auffahrunfällen zählen laut Katalog gleich mehrere Ursachen gleichwertig: unerwartet starkes Bremsen, Unaufmerksamkeit UND zu dichtes Auffahren. Auch beim Schleichen gilt: Unnötig langsames Fahren ist aus mehreren Gründen verboten, es behindert den Verkehrsfluss, erhöht die Gefahr von Auffahrunfällen UND verleitet Nachfolgende zu gefährlichem Überholen.
Große Fahrzeuge als mobile Sichtblocker
Der gefährlichste Irrtum ist zu glauben, dass „langsam“ automatisch „ungefährlich“ bedeutet und man Traktoren deshalb immer ohne Risiko überholen kann. Genauso falsch ist die Hoffnung auf „Schutz“: Wer hinter einem Lastzug ausparkt, ist nicht sicher, sondern sieht herannahende Fahrzeuge einfach viel zu spät.
Kinder im Verkehr: Erwarte das Unerwartete
Der gefährlichste Irrtum ist zu glauben, dass Kinder sich an Regeln halten, nur weil sie an einer Ampel oder einem Zebrastreifen stehen. In der Realität rennen sie los, sobald die Ampel in *deiner* Richtung auf Gelb springt, schubsen sich aus Übermut auf die Fahrbahn oder drehen mitten auf dem Zebrastreifen ohne erkennbaren Grund plötzlich um.
Radfahrer im Blick: Abbiegen und Aussteigen
Der größte Fehler ist die Annahme, dass Radfahrer auf Radwegen grundsätzlich warten müssen oder dass ein kurzer Blick in den Innenspiegel beim Aussteigen reicht. Wer glaubt, sich beim Abbiegen nur auf das Lenken konzentrieren zu müssen, übersieht genau die Menschen, die im toten Winkel geradeaus an ihm vorbei wollen.
Sicher durch die Röhre: Tunnel-Regeln
Viele denken, ihr Auto sei im Notfall ein sicherer Kokon oder sie müssten es vor Diebstahl schützen. Das ist in der Röhre lebensgefährlich: Du darfst dein Fahrzeug bei Feuer niemals abschließen und solltest nicht im Wagen sitzen bleiben, während es um dich herum raucht.
Wie gut kennst du dich aus?
Was sind vermeidbare Behinderungen im fließenden Verkehr?
Während der Fahrt in einem Tunnel bemerken Sie ein Feuer in Ihrem Fahrzeug. Das Verlassen des Tunnels ist nicht mehr möglich. Wie verhalten Sie sich?
Während der Fahrt überquert vor Ihrem Fahrzeug ein Reh die Fahrbahn. Was sollten Sie beachten?
Übungsrunde
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Übungsrunde startenViele Prüfungsfragen klingen ähnlich und lösen denselben typischen Fehler aus. theorie.net hat die Fragen intelligent nach Thema und Irrtum geclustert. Wer einen Cluster versteht, versteht alle Fragen darin.
Fahrtüchtigkeit: Rausch, Pillen und Mythen
„Gegen Rausch und Müdigkeit hilft kurzfristig absolut gar nichts (1.1.09-029)."
15 Fragen
Gefahren durch Technik und falsches Verhalten
„Wer sein Auto technisch vernachlässigt oder den Verkehrsfluss unnötig stört, wird selbst zur Gefahr."
10 Fragen
Große Fahrzeuge als mobile Sichtblocker
„Wo die Sicht endet, fängt die Gefahr an, bei großen Fahrzeugen ist das „Dahinter“ immer eine Überraschungstüte."
6 Fragen
Kinder im Verkehr: Erwarte das Unerwartete
„Rechne bei Kindern immer mit dem Unlogischen, und brems sofort, wenn ein Ball rollt (Frage 1.1.02-112)."
10 Fragen
Radfahrer im Blick: Abbiegen und Aussteigen
„Selbst gucken statt nur spiegeln, Radler kommen auch von vorn durch die Einbahnstraße (1.1.07-158)."
4 Fragen
Sicher durch die Röhre: Tunnel-Regeln
„Licht an, Brille ab, Abstand halten, und im Ernstfall: Schlüssel steckt, Tür bleibt auf!"
14 Fragen
Überholen: Das riskante Spiel mit Distanzen
„Wer überholt wird, hält sein Tempo, wer überholt, muss wesentlich schneller sein (1.2.05-105)."
8 Fragen
Überholen: Ganz oder gar nicht
„Nur wenn Tempo, Sicht und Platz bis zum Ende der Strecke passen, darfst du ausscheren."
5 Fragen
Was die meisten falsch im Kopf haben, direkt aus den schwersten Prüfungsfragen abgeleitet.
Es zieht sich ein roter Faden durch die ganze Gefahrenlehre: Fast jede Regel folgt aus deiner Wahrnehmung und deiner Reaktionszeit, nicht aus reinem Vorschriftendenken. Deshalb gewöhnen sich deine Augen beim Wechsel von Hell nach Dunkel nur langsam um (Frage 1.1.04-001), deshalb schätzt du die Geschwindigkeit von Gegenverkehr auf gerader Strecke falsch ein (Frage 1.1.06-111), und deshalb machen schwere Augenlider deine Reaktionen träge (Frage 1.1.01-107). Wenn du das einmal verstanden hast, ergeben die einzelnen Verhaltensregeln von selbst Sinn: langsamer fahren, mehr Abstand, bremsbereit sein. Du reagierst nicht auf eine Vorschrift, sondern kaufst dir Zeit für den Moment, in dem deine Sinne dich im Stich lassen.
Du fährst gemütlich durch ein Wohngebiet, links und rechts parkende Autos, irgendwo spielen Kinder. Plötzlich rollt ein bunter Ball von zwischen zwei geparkten Wagen quer vor dein Fahrzeug auf die Straße. Was machst du in diesem Moment: einfach weiterfahren, geschickt ausweichen oder etwas ganz anderes (Frage 1.1.02-112)?
Die Sache mit der langsamen Augen-Umstellung merkst du im Alltag ständig, ohne es dir bewusst zu machen: wenn du im Sommer aus dem grellen Sonnenlicht in eine Tiefgarage fährst und erst mal fast nichts siehst (Frage 1.1.04-110), oder abends beim Wechsel von einer beleuchteten Hauptstraße in eine dunkle Seitenstraße (Frage 1.1.04-001). Genau da lohnt es sich, kurz vom Gas zu gehen, statt darauf zu vertrauen, dass du schon alles siehst. Dasselbe Prinzip gilt für Müdigkeit auf langen Sommerfahrten: Wenn die Konzentration nachlässt, hilft kein Trick, sondern nur eine eingeplante Pause (Frage 1.1.10-001), so wie du bei ersten Anzeichen von Müdigkeit unverzüglich anhältst (Frage 1.1.01-109).
Diese Rahmenplan-Lektionen decken den Stoff dieses Themas ab, Schritt für Schritt, wie im Fahrschulunterricht.
Lektion 1
Persönliche Voraussetzungen
26 passende Prüfungsfragen
Lektion 9
Verkehrsverhalten bei Fahrmanövern, Verkehrsbeobachtung
19 passende Prüfungsfragen
Lektion 12
Lebenslanges Lernen
18 passende Prüfungsfragen
Lektion 11
Verhalten in besonderen Situationen, Folgen von Verstößen gegen Verkehrsvorschriften
10 passende Prüfungsfragen
Thema
Gefahrenlehre (Zusatzstoff)
Erklärungen, Merkregeln und Prüfungsfragen
Thema
Verkehrszeichen
Erklärungen, Merkregeln und Prüfungsfragen
Thema
Verhalten im Straßenverkehr
Erklärungen, Merkregeln und Prüfungsfragen
Thema
Vorschriften über den Betrieb der Fahrzeuge
Erklärungen, Merkregeln und Prüfungsfragen
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Quellennachweis
Fragen und Antworten aus dem Fragenkatalog des TÜV (1.1.01-001, 1.1.01-004, 1.1.01-101, 1.1.01-102, 1.1.01-107, 1.1.03-003, 1.1.07-144, 1.1.07-173, 1.1.09-024, 1.1.10-002); nach Rahmenplänen für Fahrlehrer.
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