Infoportal · Führerschein auf Probe
730 Tage unter dem Mikroskop der Behörden, die Probezeit ist kein Bonus, sondern ein Test deiner Disziplin. Wer hier 2026 patzt, zahlt schnell 200 bis 500 Euro extra für Seminare und verliert Jahre an Freiheit durch eine automatische Verlängerung.
Von theorie.netaktualisiert am
24 Monate dauert deine Bewährungsprobe auf Deutschlands Straßen. In dieser Zeit gilt für dich eine strikte Null-Toleranz-Politik des Staates. Wenn du den Führerschein das erste Mal in den Händen hältst, bist du rechtlich gesehen noch ein Fahrer auf Abruf.
Ein einziger schwerer Fehler reicht aus, um die Zeitspanne von zwei auf vier Jahre zu verdoppeln. Das Gesetz unterscheidet dabei streng zwischen kleinen Missgeschicken und gefährlichen Fahrfehlern. Wer während dieser Phase auffällt, landet sofort im System der verpflichtenden Nachschulungen.
Die Probezeit beginnt mit der Erteilung deiner Fahrerlaubnis, beim BF17 mit der Aushändigung der Prüfungsbescheinigung. Es gibt keine Abkürzung und kein Schlupfloch, um diese zwei Jahre zu umgehen oder zu verkürzen. Selbst wenn du dein Auto die ganze Zeit über stehen lässt, läuft die Uhr im Hintergrund einfach weiter.
Dein Ziel ist es, diese 730 Tage ohne Eintrag im Fahreignungsregister in Flensburg zu überstehen. Wer das schafft, beweist dem Staat endgültig seine Eignung zur Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr. Du solltest wissen, dass die Regeln 2026 noch präziser durch digitale Überwachungssysteme durchgesetzt werden als früher.
Fahranfänger sind überproportional oft an Unfällen mit Personenschaden beteiligt, meist wegen fehlender Routine und Selbstüberschätzung. Deshalb gilt nach § 2a StVG eine Probezeit.
In dieser Zeit sammelst du Erfahrung im selbstständigen Fahren. Die besonderen Maßnahmen sollen helfen, riskantes Verhalten früh zu erkennen und zu verändern.
Welche Maßnahme vorgesehen ist, hängt von Art und zeitlicher Reihenfolge eingetragener Verstöße ab. Ein Aufbauseminar bietet Gelegenheit, Situationen aus dem Fahralltag zu besprechen und sicherere Entscheidungen einzuüben.
Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h oder mehr (innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften).
→ Die Probezeit verlängert sich sofort von zwei auf vier Jahre. Du erhältst einen Punkt in Flensburg und musst verpflichtend an einem Aufbauseminar (ASF) teilnehmen. Die Kosten für das Seminar trägst du komplett selbst.
Missachtung einer roten Ampel oder Vorfahrtsverletzung mit Gefährdung anderer.
→ Dies gilt als schwerwiegender Verstoß. Neben dem Bußgeld und einem gegebenenfalls gesondert angeordneten Fahrverbot folgen die automatische Probezeitverlängerung auf vier Jahre und die Anordnung zum Aufbauseminar. Ein Ignorieren der Anordnung führt zum Entzug der Fahrerlaubnis.
Handynutzung am Steuer oder Verstoß gegen die 0,0-Promille-Grenze.
→ Handyverstöße sind keine Kavaliersdelikte, sondern A-Verstöße. Die Folge ist das volle Programm: Punkt, Bußgeld, Verlängerung der Probezeit und das obligatorische Seminar bei einer zertifizierten Fahrschule.
Fahren mit abgefahrenen Reifen (Profiltiefe unter 1,6 mm) oder Parken, das Rettungsfahrzeuge behindert.
→ Ein einzelner B-Verstoß hat noch keine Auswirkung auf die Probezeitdauer. Du zahlst lediglich das Bußgeld und bekommst eventuell einen Punkt. Erst der zweite B-Verstoß wird rechtlich wie ein A-Verstoß gewertet.
Termin zur Hauptuntersuchung (TÜV) um mehr als acht Monate überschritten.
→ Auch das ist ein weniger schwerwiegender Verstoß der Kategorie B. Sammelst du zwei davon, folgen die Verlängerung auf vier Jahre und das Aufbauseminar. Es ist also eine 'gelbe Karte' im System.
Sobald du dir einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße leistest, greift Stufe 1 des Sanktionskatalogs. Die Behörde schickt dir einen schriftlichen Bescheid, der dich zur Teilnahme an einem Aufbauseminar (ASF) verpflichtet.
Du hast meistens eine Frist von zwei Monaten, um die Teilnahmebescheinigung vorzulegen. Verpasst du diese Frist, wird dir der Führerschein sofort entzogen, bis du das Seminar nachholst. Gleichzeitig wird deine Probezeit im Register auf insgesamt vier Jahre umgeschrieben.
Das ASF findet in Gruppen in einer speziellen Fahrschule statt und umfasst vier Sitzungen à 135 Minuten sowie eine Beobachtungsfahrt. Es gibt keine Prüfung am Ende, aber Anwesenheitspflicht bei allen Terminen ist absolut zwingend.
Viele Fahrschüler unterschätzen die Kosten, die meist zwischen 200 und 500 Euro liegen. Dazu kommt das Bußgeld für den eigentlichen Verstoß und die Gebühr für die Eintragung in die Akte.
Wer in dieser Phase denkt, er könne die Behörde ignorieren, irrt sich gewaltig. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Flensburg und deiner lokalen Zulassungsstelle funktioniert heute digital und lückenlos.
Maßnahme: Verlängerung der Probezeit auf 4 Jahre + Anordnung eines Aufbauseminars (ASF)
Hast du das Aufbauseminar bereits hinter dir und leistest dir erneut einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße, wird es ernst. Du bist nun in Stufe 2 des Maßnahmensystems der Fahrerlaubnis-Verordnung.
Die Behörde spricht nun eine schriftliche Verwarnung aus, die dich offiziell vor den Konsequenzen eines weiteren Fehlers warnt. Zusammen mit dieser Verwarnung erhältst du die Empfehlung, innerhalb von zwei Monaten an einer verkehrspsychologischen Beratung teilzunehmen.
Diese Beratung ist im Gegensatz zum ASF freiwillig, soll dir aber helfen, dein Verhalten zu reflektieren. Wer hier teilnimmt, zeigt der Behörde guten Willen, bekommt aber keinen Punkte-Rabatt mehr wie in früheren Jahren.
Die Kosten für diese psychologischen Gespräche musst du ebenfalls privat tragen. Viele begehen hier den Fehler, die Verwarnung nicht ernst zu nehmen, da sie ja 'nur' eine Warnung ist.
Bedenke jedoch: Ab jetzt stehst du kurz vor dem Entzug deiner Fahrerlaubnis. Stufe 3 droht, wenn du nach Ablauf der zwei Monate nach der schriftlichen Verwarnung in der verbleibenden Zeit deiner verlängerten Probezeit einen weiteren A-Verstoß oder zwei weitere B-Verstöße begehst.
Maßnahme: Schriftliche Verwarnung + Empfehlung zur verkehrspsychologischen Beratung
Stufe 3 greift, wenn du nach Ablauf der zweimonatigen Frist nach der schriftlichen Verwarnung innerhalb der Probezeit einen weiteren A-Verstoß oder zwei weitere B-Verstöße begehst. Die Behörde entzieht dir die Fahrerlaubnis nun zwingend.
Das bedeutet, dein Führerschein wird ungültig und du musst ihn physisch bei der Behörde abgeben. Es gibt in diesem Stadium keinen Ermessensspielraum mehr für den Sachbearbeiter, das Gesetz schreibt den Entzug vor.
Eine neue Fahrerlaubnis darf frühestens drei Monate nach Wirksamkeit der Entziehung erteilt werden; die Frist beginnt mit der Abgabe des Führerscheins. Die Neuerteilung ist oft mit hohen Hürden verbunden.
Die Behörde kann für die Neuerteilung zusätzliche Gutachten oder im schlimmsten Fall eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) verlangen. Das ist nicht nur extrem teuer, sondern erfordert eine intensive Vorbereitung über viele Monate.
Du fängst dann quasi wieder bei Null an, inklusive der Kosten für Anträge und neue Dokumente. Wer Stufe 3 erreicht, hat bewiesen, dass er die Regeln des sozialen Miteinanders im Straßenverkehr nicht akzeptiert.
Maßnahme: Entzug der Fahrerlaubnis (Sperrfrist mind. 6 Monate)
Deine Probezeit beginnt exakt in dem Moment, in dem dir der Prüfer nach der bestandenen praktischen Prüfung deinen Führerschein oder die vorläufige Prüfungsbescheinigung aushändigt. Wenn du am Begleiteten Fahren mit 17 (BF17) teilnimmst, startet die Uhr also schon mit 17, sobald dir die Prüfungsbescheinigung ausgehändigt wird, frühestens an deinem 17. Geburtstag. Das ist ein großer Vorteil, denn bis zu deinem 18. Geburtstag kann so schon bis zu ein Jahr deiner Probezeit vorbei sein. Wichtig zu wissen ist, dass das Datum auf der Plastikkarte entscheidend für die Dokumentation ist. Es gibt keine rückwirkende Anrechnung von Mofa-Zeiten oder ähnlichem. Die Probezeit ist fest an die Klassen B, A1, A2 oder A gebunden. Sobald du eine dieser Klassen zum ersten Mal erwirbst, läuft die zweijährige Frist. Auch wenn du den Führerschein später um andere Klassen erweiterst, beginnt keine neue Probezeit.
Das hängt ganz massiv davon ab, wie viel zu schnell du wirklich warst. Bis zu einer Überschreitung von 20 km/h (nach Abzug der Toleranz) zahlst du lediglich ein Verwarnungsgeld oder Bußgeld gemäß dem aktuellen Bußgeldkatalog 2026, hast aber keine Auswirkungen auf deine Probezeit zu befürchten. Sobald du jedoch mit 21 km/h oder mehr zu viel gemessen wirst, begehst du einen sogenannten A-Verstoß. In diesem Fall wird deine Probezeit automatisch um zwei weitere Jahre auf insgesamt vier Jahre verlängert. Zusätzlich musst du zwingend an einem Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF) teilnehmen, das dich Zeit und viel Geld kostet. Ein einziger km/h über der 20er-Grenze macht also den gewaltigen Unterschied zwischen 'kurz ärgern und zahlen' und 'zwei Jahre länger unter Beobachtung stehen'. Achte also besonders in 30er-Zonen und Baustellen peinlich genau auf dein Tacho. Die Toleranzabzüge der Polizei sind 2026 minimal, verlasse dich also nicht auf Puffer.
Korrekt, für dich gilt die strikte 0,0-Promille-Grenze ohne jede Ausnahme. Solange du dich in der Probezeit befindest oder das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hast, darfst du unter gar keinen Umständen unter Alkoholeinfluss fahren. Selbst eine einzige Schnapspraline oder ein kleiner Schluck Bier können bei einer Kontrolle zu einem positiven Wert führen. Wenn die Polizei bei dir auch nur 0,1 Promille misst, gilt das als schwerwiegender A-Verstoß. Die Folgen sind drakonisch: Ein Bußgeld von meist 250 Euro, ein Punkt in Flensburg und die sofortige Verlängerung deiner Probezeit auf vier Jahre. Zudem wird die Teilnahme an einem speziellen Aufbauseminar angeordnet, das oft teurer ist als das normale ASF. Es gibt 2026 keine Diskussionen mehr über Restalkohol vom Vorabend, wer fährt, trinkt nicht. Das Gesetz ist hier unnachgiebig, um die hohe Zahl der Alkoholunfälle bei Fahranfängern zu senken.
Die Kosten für ein Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF) sind nicht staatlich festgelegt und variieren je nach Region und Fahrschule, liegen aber meist zwischen 200 und 500 Euro. In Großstädten wie Berlin oder München können die Preise sogar bis zu 700 Euro klettern, da nur speziell zertifizierte Fahrlehrer diese Kurse anbieten dürfen. Zusätzlich zum Seminarpreis musst du die Gebühren der Fahrerlaubnisbehörde für die Anordnung und Bearbeitung einplanen, die meist um die 30 bis 50 Euro liegen. Vergiss nicht, dass auch das Bußgeld für den Verstoß selbst, der zum Seminar geführt hat, noch oben drauf kommt. Insgesamt kann dich ein einziger Fehler in der Probezeit also locker 800 bis 1.000 Euro kosten, wenn man alles zusammenrechnet. Es gibt keine Möglichkeit, die Kosten staatlich bezuschussen zu lassen; du bist als Verursacher voll in der Pflicht. Da die Kurse oft ausgebucht sind, solltest du dich sofort nach Erhalt des Bescheids anmelden, um deinen Führerschein nicht wegen Fristüberschreitung zu verlieren. Ein Preisvergleich zwischen verschiedenen Fahrschulen in deiner Nähe kann dir aber durchaus 50 bis 100 Euro sparen.
Ein Unfall führt nicht automatisch zu einer Verlängerung der Probezeit, es kommt auf die Ursache und die rechtliche Bewertung an. Wenn du einen Parkrempler ohne Personenschaden hast und die Polizei den Vorfall nur als geringfügige Ordnungswidrigkeit einstuft (unter 21 km/h zu schnell, keine Vorfahrtsverletzung), passiert deiner Probezeit nichts. Sobald der Unfall aber durch einen A-Verstoß ausgelöst wurde, zum Beispiel durch missachtete Vorfahrt oder zu hohes Tempo, greift die Verlängerung sofort. Auch wenn Personen verletzt werden und gegen dich wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt wird, ist die Probezeit in Gefahr. In diesem Fall wird der Unfall strafrechtlich relevant, was fast immer als A-Verstoß gewertet wird. Es ist also ein Mythos, dass jeder kleine Kratzer die Probezeit verlängert. Entscheidend ist immer, ob im Bußgeldbescheid ein Punkt in Flensburg auftaucht und ob das Vergehen in die Kategorie A oder B fällt. Wer ohne fremdes Verschulden in einen Unfall verwickelt wird, hat natürlich gar nichts zu befürchten.
Wenn du die von der Behörde gesetzte Frist zur Abgabe der Teilnahmebescheinigung verstreichen lässt, wird dir die Fahrerlaubnis ohne weitere Warnung entzogen. Das ist keine vorübergehende Sperre, sondern ein kompletter Entzug deines Rechts, Kraftfahrzeuge zu führen. Die Polizei kommt im schlimmsten Fall sogar bei dir vorbei, um den Führerschein physisch einzuziehen, falls du ihn nicht freiwillig abgibst. Sobald der Führerschein weg ist, darfst du kein Fahrzeug mehr führen, für das man eine Fahrerlaubnis braucht, auch keine Mofas, falls die Prüfbescheinigung im Führerschein integriert war. Du bekommst dein Fahrrecht erst dann zurück, wenn du das Seminar vollständig absolviert und die Bescheinigung nachgereicht hast. In der Zwischenzeit fallen zusätzliche Verwaltungsgebühren an, die die Kosten weiter in die Höhe treiben. Es gibt 2026 keine rechtliche Handhabe, diese Pflicht zu umgehen, da die Sicherheit der Allgemeinheit über deinem persönlichen Interesse steht. Setze also alles daran, den Termin wahrzunehmen, auch wenn er zeitlich ungelegen kommt.
Nein, der Moped-Führerschein (Klasse AM) startet keine Probezeit. Sie beginnt erst mit der ersten Erteilung einer Fahrerlaubnis der Klassen A1 oder B (oder A2/A, falls du direkt groß einsteigst). Wenn du also mit 16 Jahren bereits die Klasse A1 für das Leichtkraftrad gemacht hast, beginnt deine zweijährige Probezeit bereits ab diesem Tag zu laufen. Wenn du dann mit 18 Jahren deinen Autoführerschein der Klasse B machst, ist deine Probezeit im Idealfall bereits beendet oder läuft nur noch wenige Monate. Das ist einer der größten strategischen Vorteile für junge Fahrer, da sie die 'riskante' Phase oft schon mit einem kleineren Fahrzeug hinter sich bringen. Wichtig ist jedoch: Wenn du in der A1-Probezeit einen Verstoß begehst, verlängert sich diese auch für deinen späteren Autoführerschein auf vier Jahre. Die Probezeit ist personengebunden und gilt übergreifend für alle Führerscheinklassen, die du besitzt. Wer also früh anfängt, ist schneller aus der Überwachungsphase raus, muss aber von Anfang an diszipliniert fahren.
Im Jahr 2026 gibt es in Deutschland keine gesetzliche Möglichkeit mehr, die Probezeit durch die Teilnahme an einem Sicherheitstraining oder ähnlichen Kursen zu verkürzen. Früher gab es vereinzelt Modellversuche wie das 'Fortbildungsseminar für Fahranfänger' (FSF), aber diese wurden eingestellt, da der bürokratische Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen stand. Die zwei Jahre (oder vier Jahre bei Verstößen) sind eine feste gesetzliche Größe nach § 2a StVG. Du musst diese Zeit also einfach durch ordentliches und regelkonformes Fahren 'absitzen'. Freiwillige Fahrsicherheitstrainings, wie sie zum Beispiel der ADAC oder die Verkehrswacht anbieten, sind trotzdem extrem sinnvoll, um dein Fahrzeug besser kennenzulernen. Sie schützen dich indirekt vor Verstößen, weil du Gefahrensituationen besser einschätzen kannst und seltener in die Falle der Selbstüberschätzung tappst. Eine rechtliche Auswirkung auf die Dauer deines Status als Fahranfänger haben sie jedoch nicht. Spare dir also die Suche nach 'Abkürzungen' und konzentriere dich darauf, keine Punkte zu sammeln.
Nein, für das Führen eines Mofas (bis 25 km/h) gibt es keine Probezeit, da hierfür lediglich eine Prüfbescheinigung und keine echte Fahrerlaubnis erforderlich ist. Wenn du jedoch ein Mofa frisierst, sodass es schneller fährt, oder unter Alkoholeinfluss erwischt wirst, kann das Konsequenzen für deine spätere oder aktuelle Probezeit der Klasse B haben. Die Behörden können dir die charakterliche Eignung absprechen, noch bevor du überhaupt im Auto sitzt. Sobald du aber eine Klasse wie AM (Roller bis 45 km/h) erwirbst, beginnt für diese Klasse zwar keine offizielle Probezeit nach dem StVG, aber Verstöße werden trotzdem registriert. Erst ab Klasse A1 (125er) oder Klasse B geht es mit der echten zweijährigen Bewährung los. Wer also nur Mofa fährt, ist fein raus aus dem Probezeit-System, trägt aber dennoch die volle Verantwortung für sein Verhalten im Verkehr. Unterschätze niemals die Vernetzung der Behörden; ein Fehlverhalten auf dem Mofa kann dir den Weg zum Autoführerschein massiv verbauen.
Wirst du nach der Teilnahme am Aufbauseminar innerhalb der verlängerten Probezeit erneut mit 21 km/h oder mehr zu viel geblitzt (A-Verstoß) oder begehst du zwei weitere B-Verstöße, folgt Stufe 2: Die Fahrerlaubnisbehörde verwarnt dich schriftlich und legt dir nahe, innerhalb von zwei Monaten freiwillig an einer verkehrspsychologischen Beratung teilzunehmen. Die Probezeit beginnt nach dem Seminar nicht neu. Begehst du nach Ablauf dieser zwei Monate innerhalb der Probezeit einen weiteren A-Verstoß oder zwei weitere B-Verstöße, wird dir die Fahrerlaubnis entzogen. Entscheidend ist also die zeitliche Reihenfolge, nicht allein die Zahl der Verstöße.
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