Gefahrenlehre (Zusatzstoff)Frage 2.1.05-004·4 Fehlerpunkte

Wann besteht die Gefahr, dass die eigene Geschwindigkeit unterschätzt wird?

Von theorie.net Team · Aktualisiert am 10. Juli 2026

Die richtige Antwort

Wenn die Straße breit und ohne Randbebauung ist · Wenn man schon lange mit höherer Geschwindigkeit gefahren ist

Geschwindigkeit wird unterschätzt: auf breiter, freier Straße und nach langer Fahrt mit hohem Tempo.

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  • Wenn die Straße breit und ohne Randbebauung ist

    Du neigst dazu, deine Geschwindigkeit zu unterschätzen, wenn die Straße breit und frei ist, weil du dann weniger visuelle Anhaltspunkte hast, die dir helfen, deine tatsächliche Geschwindigkeit einzuschätzen. Stell dir vor, du fährst auf einer leeren Autobahn, die Weite lässt dich oft schneller fahren, als du denkst.

  • Wenn man schon lange mit höherer Geschwindigkeit gefahren ist

    Dein Gehirn gewöhnt sich bei einer dauerhaft hohen Geschwindigkeit an die schnellen Sinneseindrücke, sodass dir das Tempo nach einiger Zeit deutlich langsamer vorkommt als es tatsächlich ist. Dieser Gewöhnungseffekt führt dazu, dass du dein reales Tempo ohne den Blick auf den Tachometer nicht mehr objektiv einschätzen kannst.

  • Wenn die Randbebauung der Straße ständig wechselt

    Wechselnde Randbebauung bietet deinem Gehirn ständig neue visuelle Orientierungspunkte, die dir helfen, deine Geschwindigkeit zu spüren. Gefährlich wird es umgekehrt: auf breiten, strukturlosen Straßen oder nach langer Fahrt mit hohem Tempo, weil dann die Reize fehlen und du schneller fährst, als du glaubst.

Warum ist das so?

Du neigst dazu, deine Geschwindigkeit zu unterschätzen, wenn die Straße breit und frei ist, weil du dann weniger visuelle Anhaltspunkte hast, die dir helfen, deine tatsächliche Geschwindigkeit einzuschätzen. Stell dir vor, du fährst auf einer leeren Autobahn, die Weite lässt dich oft schneller fahren, als du denkst.

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Gehört zum Thema

Die Falle der Geschwindigkeits-Gewöhnung

Alle Fragen dieses Themas verständlich erklärt

Teil des Lernplans: Lektion 8, Geschwindigkeit, Abstand und umweltschonende Fahrweise

Merksatz

Geschwindigkeit wird unterschätzt: auf breiter, freier Straße und nach langer Fahrt mit hohem Tempo.

Häufiger Irrtum

Wechselnde Randbebauung liefert ständig neue optische Reize, die das Tempo spürbar machen, daher unterschätzt man dort die Geschwindigkeit nicht.

So denkst du dich zur Antwort

Frag dich zuerst: Bekommt dein Auge in dieser Situation viele oder wenige Bewegungsreize?

Wenig Reiz (breite, freie Straße ohne Randbebauung) oder eine abgestumpfte Wahrnehmung (lange mit hohem Tempo gefahren) lassen dich das Tempo zu niedrig einschätzen, das sind die richtigen Antworten. Prüf dann die Gegenprobe: Alles, was ständig neue optische Reize liefert, also wechselnde Randbebauung, macht Geschwindigkeit spürbarer und schützt vor der Fehleinschätzung, deshalb fällt diese Option raus. Merksatz fürs Ankreuzen: Weniger seitliche Anhaltspunkte gleich mehr Selbsttäuschung.

Aus der Praxis

Du fährst schon länger auf einer breiten Straße ohne Randbebauung und hast dich an das Tempo gewöhnt. Weil die Straße so weit und offen ist, wirkt deine Geschwindigkeit auf dich langsamer, als sie tatsächlich ist. So unterschätzt du, wie schnell du wirklich unterwegs bist.

Begriffe in dieser Frage

Fachbegriffe, die in dieser Frage vorkommen, jeweils mit Erklärung.

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Kommen nicht direkt in der Frage vor, hängen aber eng zusammen oder werden leicht verwechselt.

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