Gefahrenlehre (Grundstoff)Frage 1.1.07-140·3 Fehlerpunkte

Sie fahren zügig auf einer Landstraße und sehen ein Reh in einiger Entfernung in der Nähe zur Fahrbahn. Wie müssen Sie sich verhalten?

Von theorie.net Team · Aktualisiert am 10. Juli 2026

Die richtige Antwort

- die Geschwindigkeit vermindern · - bremsbereit sein

Wild am Rand heißt: Fuß vom Gas, Fuß über die Bremse. Ein Reh kommt selten allein und nie mit Blinker.

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  • - die Geschwindigkeit vermindern

    Durch das frühzeitige Senken deiner Geschwindigkeit gewinnst du wertvolle Reaktionszeit und verkürzt den Anhalteweg, falls das Tier unvorhersehbar auf die Straße läuft. Ein geringeres Tempo reduziert die Wucht eines möglichen Aufpralls und gibt dir die nötige Kontrolle über dein Fahrzeug.

  • - bremsbereit sein

    Als dein Fahrschullehrer erkläre ich dir das so: Du musst immer damit rechnen, dass Wildtiere plötzlich auf die Straße laufen können, auch wenn sie noch am Rand sind. Deshalb ist es wichtig, dass du deine Geschwindigkeit anpasst und jederzeit bremsbereit bist, um eine Kollision zu vermeiden und dich und andere nicht zu gefährden.

  • - eine Gefahrbremsung durchführen

    Eine Gefahrenbremsung ist hier nicht angebracht, da das Reh noch nicht auf der Fahrbahn ist und eine plötzliche Vollbremsung nachfolgende Fahrzeuge unnötig gefährden würde. Stattdessen solltest du deine Geschwindigkeit reduzieren und dich bremsbereit halten, da das Tier jederzeit auf die Straße springen könnte. Dies entspricht dem Prinzip der vorausschauenden Fahrweise und der angepassten Geschwindigkeit an erkennbare Gefahren.

Warum ist das so?

Durch das frühzeitige Senken deiner Geschwindigkeit gewinnst du wertvolle Reaktionszeit und verkürzt den Anhalteweg, falls das Tier unvorhersehbar auf die Straße läuft. Ein geringeres Tempo reduziert die Wucht eines möglichen Aufpralls und gibt dir die nötige Kontrolle über dein Fahrzeug.

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Teil des Lernplans: Lektion 8, Geschwindigkeit, Abstand und umweltschonende Fahrweise

Merksatz

Wild am Rand heißt: Fuß vom Gas, Fuß über die Bremse. Ein Reh kommt selten allein und nie mit Blinker.

Häufiger Irrtum

Viele denken, solange das Reh noch am Rand steht, reicht Beobachten und Weiterfahren. Tatsächlich musst du sofort langsamer und bremsbereit werden, denn Wild springt oft ohne Vorwarnung auf die Fahrbahn.

So denkst du dich zur Antwort

Frag dich zuerst: Ist die Gefahr schon akut auf meiner Fahrbahn oder erst möglich?

Ein Reh am Straßenrand ist eine mögliche Gefahr, noch kein Hindernis vor dir. Bei möglicher Gefahr lautet die Prüf-Logik: vorausschauend entschärfen, also Fuß vom Gas und Bremsbereitschaft, aber noch keine Vollbremsung. Eine Gefahrbremsung ist erst dann richtig, wenn das Tier tatsächlich auf die Fahrbahn springt und es keine andere Wahl gibt. Merke dir: Solange du die Lage durch sanftes Reagieren noch entschärfen kannst, ist die ruhige Antwort die richtige, nicht die drastischste.

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